6 Tipps zum Gebrauchtsoftware-Kauf

Der Kauf gebrauchter Lizenzen ist nicht nur besonders günstig, sondern bei einem professionellen Anbieter auch genauso einfach, schnell und sicher wie der Neukauf. Wer lieber auf Neuware setzt, weil er nicht richtig über gebrauchte Lizenzen informiert ist, gibt am Ende mehr Geld aus, als er muss. Die folgenden 6 Tipps sollen dabei helfen, den Gebrauchtsoftware-Markt bestmöglich für sich zu nutzen:

1. Etablierten Anbieter auswählen.
Der Handel mit gebrauchten Softwarelizenzen ist grundsätzlich erlaubt. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) im Jahr 2012; der Bundesgerichthof (BGH) bestätigte diese Entscheidung im Jahr 2013. Das A und O ist dabei die ordnungsgemäße Lizenzübertragung. Eine Voraussetzung ist zum Beispiel, dass es sich bei der gebrauchten Software um Kauf-Software handelt. Lizenzen aus Leasing- oder Mietverträgen dürfen nicht gebraucht gehandelt werden. Wichtig ist natürlich auch, dass der Erstkäufer alle Programmkopien auf seinen Geräten gelöscht hat. Professionelle Anbieter von Gebrauchtsoftware stellen sicher, dass alle rechtlichen und formalen Bedingungen erfüllt sind. Wer sich für den Kauf von gebrauchter Software entscheidet, sollte sich daher an etablierte Händler wenden.

2. Wissen, was eine Lizenz ist.
Lizenz, Nutzungsrecht, Produktschlüssel, Key? Softwarekäufer sollten wissen, was sie eigentlich erwerben: Beim Kauf gebrauchter Software handelt es sich im Grunde um einen Rechtskauf. Erworben wird das Recht, ein Computerprogramm zu nutzen. Dieses Nutzungsrecht wird über eine Lizenz eingeräumt. Ein Key hingegen tut das nicht. Er ist lediglich Mittel zum Zweck und dient dazu, die lizenzierte Software zu installieren und zu aktivieren. Softwarehersteller vergeben solche Produktschlüssel regelmäßig für eine Vielzahl von Installationsvorgängen. Ein Key ist also nicht „einmalig“. Ohne entsprechende Lizenz kann damit zwar ein Programm installiert, aber nicht rechtmäßig genutzt werden.

3. Volumenlizenzen nutzen.
Für viele Unternehmen sind Volumenlizenzen die beste Wahl. Es handelt sich um mehrere einzelne Lizenzen, die im Paket verkauft werden. Sie sind zum Beispiel terminalserverfähig, beinhalten Downgrade- und Virtualisierungsrechte und lassen sich praktischerweise zentral von einem Host aus auf mehreren Geräten aktivieren. Kauft ein Unternehmen im Rahmen eines Volumenlizenzvertrags zum Beispiel 100 Lizenzen, darf es die Software auf 100 Geräten installieren. Braucht es aber nur 80 davon, können die restlichen nicht genutzten Lizenzen weiterverkauft werden. Die Volumenpakete dürfen laut BGH aufgespalten, die Lizenzen also einzeln weiterverkauft werden.

Nicht zu verwechseln sind solche Einzellizenzen im Volumenpaket übrigens mit Client-Server-Lizenzen. Dabei handelt es sich um eine Lizenz, die auf einem Server abliegt und an die eine bestimmte Anzahl an Zugriffsrechten gebunden ist. Client-Server-Lizenzen dürfen laut EuGH nicht aufgespalten werden. Es handelt sich dabei schließlich um eine einzige Lizenz, die sich nicht teilen lässt.

4. Einfach online shoppen.
Nur große Händler sind in der Lage, sofort und auch in größeren Stückzahlen zu liefern. Die meisten kleineren Anbieter sind hingegen lediglich Makler, die nur das verkaufen können, was andere Unternehmen gerade verkaufen wollen. Zudem hat nur usedSoft als einziger auf B2B spezialisierter Gebrauchtsoftware-Anbieter einen professionellen Online-Shop, in dem sich die Software-Beschaffung mit nur wenigen Klicks erledigen lässt. Der Bestellprozess läuft voll automatisiert ab – von der Bestellung und Zahlung bis hin zur Lieferung. Neben diversen Zahlungsmöglichkeiten gibt es zahlreiche praktische Features wie Merkzettel und Bestellhistorie. In dem durch das European Retail Institute (EHI) geprüften und ausgezeichneten Webshop ist der Kauf bequem und sicher möglich.

5. Geeignete Version auswählen.
Auf dem Software-Gebrauchtmarkt stehen sowohl aktuelle Versionen als auch ältere Programme zur Verfügung, die vom Hersteller selbst oft gar nicht mehr angeboten werden. Wie das Beispiel Office 2019 und 2021 zeigt, muss neu aber nicht unbedingt besser sein. Die aktuellste Version einer Software ist meistens sehr teuer, bietet aber nur wenige Features, die wirklich benötigt werden. Hinzu kommen oft auch höhere Hardwareanforderungen und eine intensive Einarbeitungszeit für Nutzerinnen und Nutzer. Allerdings bedeutet „gebraucht“ keineswegs, dass es sich zwangsläufig um ältere Programme handeln muss. Auch beim Kauf aktueller Versionen lassen sich die Kosten erheblich senken.

6. Ungenutzte Software in Zahlung geben.
Beim Kauf von Software wird oft die Vorversion anschließend nicht mehr genutzt. Je nach Programm und Version nehmen Gebrauchtsoftware-Händler diese beim Kauf von anderer Software in Zahlung. Auf diese Weise können Unternehmen gebundenes Kapital in liquide Mittel umwandeln und beim Kauf der „neuen“ Software doppelt sparen.