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Volumenlizenzen

Im Rahmen von Volumenlizenzverträgen kaufen Unternehmen mehrere Lizenzen, für die sie einen Downloadlink erhalten. Die Software wird dann auf der entsprechenden Anzahl an Rechnern installiert. Pro Lizenz kann man einen Rechner lizensieren. Zu beachten ist, dass bei Volumenlizenzen, im Gegensatz zu einer Einzelplatz-Lizenz (z.B. OEM), kein Benutzerhandbuch oder andere Verpackungsgegenstände mitgeliefert werden. Volumenlizenzen sind nicht kompatibel zu OEM’s.

Bereits aus dem EuGH-Urteil usedSoft/Oracle ergibt sich, dass bei jedem einzelnen Programm, das käuflich erworben wird, Erschöpfung eintritt. Unerheblich ist, ob die einzelnen Programme im Rahmen eines Volumenlizenzvertrags veräußert werden. Dieser Auffassung hat sich auch das Oberlandesgericht Frankfurt in einer Entscheidung vom Dezember 2012 angeschlossen.

Es stellte fest, dass der Weiterverkauf von einzelnen Lizenzen, die ursprünglich im Rahmen eines Volumenlizenzvertrags erworben wurden, „nicht zu der Annahme (führt), dass hier eine unzulässige Aufspaltung erfolgte.“

Was dieses Urteil bedeutet und welche Vorteile sich durch Volumenlizenzen ergeben, sehen Sie hier auf einen Blick:

Mit Volumenlizenzen können Virtualisierungen durchgeführt werden.

Der Windows Server 2Core 2016 Standard wird, im Vergleich zu seinem Vorgänger, nach Prozessorkernen lizenziert. Die Mindestlizenzierung pro Server beläuft sich auf 16 Kerne, also mindestens acht 2Core-Lizenzen. Ferner berechtigt die ausreichende Lizensierung nach Prozessorkernen zusätzlich zur Nutzung von maximal zwei Virtualisierungen. Dabei ist zu beachten, dass der Server an eine physikalische Installation gebunden ist, also nicht nur virtuell installiert werden darf. Außerdem können beliebig viele Windows Server Container ausgeführt werden.

Beispiel: Zur Lizenzierung eines physischen Servers mit insgesamt zwei Acht-Kern-Prozessoren sind acht 2Core-Lizenzen erforderlich. Für zwei weitere Hyper-V Container oder VM’s müssen alle Cores nochmals lizenziert werden.

Volumenlizenzen sind terminalfähig.

Beispiel: Ein Bestandteil des Windows Server 2Core 2016 Standard ist der Terminalserver. Damit können RDS (Remote Desktop Services) Funktionen ausgeführt werden. Dies unterstützt den Anwender bei der Ausführung von virtuellen Desktop Strukturen (Virtual Desktop Infrastructure= VID).

Volumenlizenzverträge dürfen aufgespalten werden.

Dies hat das OLG Frankfurt ausdrücklich in seinem Urteil unterstrichen.

 

Weitere Informationen:
Pressemitteilung des EuGH (PDF)
Urteil des OLG Frankfurt (PDF)