Gebrauchtsoftware: Office 2019-Verkäufe mehr als verzehnfacht

Die Verkaufszahlen von gebrauchten Lizenzen für „Office 2019 Standard“ sind im vergangenen Jahr um mehr als das Zehnfache gestiegen. Dies teilte der europäische Gebrauchtsoftware-Anbieter usedSoft heute mit. Auch Lizenzen für den Fernzugriff vom Homeoffice auf Unternehmensserver waren gefragter denn je.

 Die Software „Office 2019 Standard“ wurde 2020 mehr als zehn Mal häufiger gekauft als im Vorjahr. Für die erhöhte Nachfrage nennt usedSoft-Geschäftsführerin Jennifer Schneider mehrere Gründe: „Seit Beginn der Corona-Krise haben viele Unternehmen neue Homeoffice-Arbeitsplätze anschaffen müssen, die auch mit Microsoft Office ausgerüstet wurden. Es ist nicht überraschend, dass die Wahl dabei besonders häufig auf gebrauchte Lizenzen der neuesten Version fiel. Schließlich ist Office 2019 auf dem Gebrauchtmarkt bis zu 50% günstiger als beim Neukauf. Zudem sind gekaufte Lizenzen weiterhin die Alternative für alle, die sich nicht von Microsofts Cloud- und Abomodell abhängig machen wollen.“

Neben dem Homeoffice-Boom habe zudem das Supportende von „Office 2010“ den Ansturm auf die neueren Office-Versionen befeuert, ergänzt Schneider. Auch „Office 2016 Standard“, das meistverkaufte Produkt des letzten Jahres, gehört weiterhin zu den Bestsellern. „Die Version 2016 ist deutlich günstiger als ihr Nachfolger, bietet aber trotzdem alle wichtigen Funktionen“, sagt Schneider. „Gerade unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen wollen Unternehmen nicht mehr ausgeben als nötig.“ Unabhängig von der Version wurden wesentlich mehr Standard-Lizenzen gekauft. Die Edition „Professional Plus“ war hingegen nicht mehr so gefragt. Weil das Standard-Paket bereits eine umfangreiche Grundausstattung an Programmen liefert, reicht sie den meisten Unternehmen vollkommen aus.

 

Mehr Zugriffslizenzen für Homeoffice-Anbindung benötigt

 Zu den Top Ten-Produkten des Jahres 2020 zählen auch diverse „RDS CALs“ (Client Access License für Remote Desktop Services). Dabei handelt es sich um Lizenzen, die Unternehmen benötigen, damit von Laptops und PCs auf einen Firmenserver zugegriffen werden darf. „Beim Einrichten neuer Homeoffice-Arbeitsplätze dürfen die Lizenzen für den Fernzugriff nicht vergessen werden“, betont Schneider. „Wir haben bereits zu Beginn der Corona-Pandemie die Preise für solche Zugriffslizenzen gesenkt. Zudem übernehmen wir für unsere Kunden die Aktivierung der RDS CALs, um ihnen eine schnelle Nachlizenzierung zu ermöglichen.“ usedSoft verfügt über langjährige Erfahrung im Softwarelizenzhandel. Das Unternehmen hat als erster europäischer Anbieter den Software-Gebrauchthandel im B2B-Markt erschlossen und nimmt heute eine Spitzenposition im Markt ein.