Pressemeldungen

28.05.2014

usedSoft bietet wieder Adobe-Software an

Der Gebrauchtsoftware-Pionier usedSoft hat den Handel mit Adobe-Software wieder erfolgreich aufgenommen. Ab sofort können Unternehmen bei usedSoft die begehrten Adobe-Programme „Acrobat 11 Professional“, „Creative Suite 6 Design Standard“ und „Photoshop CS6 Extended“ gebraucht erwerben. Die Preise liegen dabei bis zu 30 Prozent unter dem Neupreis. Die Programme sind sowohl über den usedSoft-Vertrieb als auch im usedSoft Online-Shop erhältlich.

usedSoft hatte den Verkauf von Adobe-Produkten im Jahr 2010 unterbrochen, um das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) abzuwarten, der schließlich im Juli 2012 den Handel mit gebrauchten Computerprogrammen für grundsätzlich rechtmäßig erklärte. Darauf aufbauend entschied das OLG Frankfurt/M. Ende 2012 (Az. 11 U 68/11), dass das EuGH-Urteil auch bei Einzelplatzlizenzen aus Volumenlizenz-Verträgen von Adobe anzuwenden ist.

Das Frankfurter Urteil setzte damit einen Schlussstrich unter die letzte noch strittige Frage im Gebrauchtsoftware-Markt: Dürfen Lizenzen aus sogenannten Volumenlizenz-Verträgen einzeln weiterverkauft werden, oder nicht? Die Antwort der Richter fiel eindeutig aus: Es stellte fest, dass der Weiterverkauf von Einzelplatzlizenzen, die ursprünglich im Rahmen eines Volumenlizenzvertrags erworben wurden, „nicht zu der Annahme (führt), dass hier eine unzulässige Aufspaltung erfolgte.“ Das Aufspaltungsverbot des EuGH beziehe sich nur auf die „abweichende Sachverhaltskonstellation“ von Client Server-Lizenzen. Zusätzlich urteilte das OLG, der Verkäufer dürfe zum Weiterverkauf von Software „eine Vervielfältigungshandlung vornehmen, d.h. einen Datenträger brennen“, um zuvor online erworbene Software weiterzuverkaufen.

Ergänzend erteilten die Frankfurter Richter dem Argument eine Absage, usedSoft habe die Adobe-Software nicht weiterverkaufen dürfen, da es sich um preisvergünstigte „Edu“-Lizenzen gehandelt habe. „Es ist nicht Sache der Gerichte, die Wirtschaftlichkeit der Preispolitik der Klägerin (…) zu überprüfen“, so die Richter.

Die Richter widersprachen dabei auch dem Standard-Argument der Hersteller, bei Volumenlizenzen handele es sich nur um eine einzige Lizenz, weil auch nur eine Seriennummer vergeben worden sei: Dies „wirkt sich auf die Zahl der gegenständlichen Lizenzen nicht aus“, so das Urteil. „Die Klägervertreter haben selbst die Seriennummer als notwendigen ‚Schlüssel zur Installation“ umschrieben. Unstreitig konnte jedoch an (mehreren) eigenständigen Arbeitsplätzen die Software installiert werden.“

Über usedSoft

usedSoft wurde 2003 gegründet und ist ein führender europäischer Anbieter von gebrauchter Standard-Software. Die Käufer von usedSoft-Lizenzen sind sowohl Unternehmen wie auch Behörden und Software-Händler. Zu den mehr als 10.000 Kunden der usedSoft-Gruppe zählen u.a. Alete, s.Oliver, Segafredo, der Flughafen München, ein führender Verein der Fußball-Bundesliga sowie diverse Sparkassen und Rechtsanwaltskanzleien. Auch in deutschen Behörden kommt verstärkt gebrauchte Software zum Einsatz: Neben dem Bundessozialgericht in Kassel und der Datenzentrale Baden-Württemberg setzen fast 1.200 Behörden, Städte und Gemeinden auf usedSoft-Lizenzen, darunter die Städte Nürnberg und Fürth sowie der Landkreis Passau. Die Einsparungen beim Kauf von bereits benutzten Lizenzen liegen bei bis zu 50 Prozent des Verkaufspreises. Verwaltungsräte des Unternehmens sind der ehemalige IBM-Europachef Hans-Olaf Henkel, der frühere baden-württembergische Finanzminister Gerhard Stratthaus und der ehemalige Bayer-Chef Manfred Schneider.

www.usedsoft.com

Christoph Möller
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